© 2019 TIERSCHUTZ hier! Kreisverband Neuss

  • Facebook Social Icon

Die Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL (kurz: TIERSCHUTZ hier!) wurde im Februar 2017 in Düsseldorf gegründet. Bereits im Mai desselben Jahres trat sie zur Landtagswahl in NRW an und erzielte mit knapp 60.000 Stimmen ein erstes beachtliches Ergebnis von 0,7 Prozent. Nach NRW wurden die Landesverbände Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründet. Die Partei tritt in Thüringen zur Landtagswahl an. Bei der Europawahl 2019 erzielte TIERSCHUTZ hier! 0,3 Prozent.

 

Für die Kommunalwahlen 2020 in NRW hat die Partei sich zum Ziel gesetzt, in mehreren Städten in den Rat der Stadt einzuziehen und damit dem Tierschutz vielerorts eine Stimme zu verleihen. Die Partei steht für eine realistische Tierschutzpolitik ohne Extreme. Gender-Sprachregelungen und eine Ideologisierung des Tierschutzes für andere Zwecke lehnt die Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL entschieden ab.

 

DAS ORIGINAL steht für den Tierschutz in seinen Grundwerten und Wurzeln – mit einem aufklärerischen Ideal und als Beitrag zur „sozialen Frage“, wie er von Eduard Baltzer, dem großen deutschen Demokraten, evangelischen Theologen und Vegetarier oder von christlichen Tierschutz-Pionieren wie den beiden vom Pietismus geprägten Pfarrern und Schriftgelehrten Christian Adam Dann und Albert Knapp vertreten wurde; mit Gefühl, mit Herz und vor allen Dingen mit Verstand für das Wesentliche und Zielführende, um die Sache für die Tiere weder zu verraten noch zu verkaufen, sie weder ins Lächerliche zu ziehen noch an der nötigen Ernsthaftigkeit der Sache irgendwelche Zweifel zu lassen. Denn Widerstände gab und gibt es genug – damals wie heute.

Wir werden uns insbesondere mit diesem 15-Punkte-Programm und unserer Vision für unsere Stadt Neuss im Rat für die Tiere und die Menschen dieser Stadt stark machen. Unser Motto: Neuss kann mehr!

Und Neuss verdient mehr! – Wir sind eine Großstadt mit deutlich mehr Potenzial, Liebe und Leidenschaft und als das, was die Politik aus dieser Stadt, ihrer Geschichte, ihrer Lage, ihrem Brauchtum und ihren Möglichkeiten bislang abruft. Für die Bürger dieser Stadt: Fortschritt, Wirtschaft, Technik, Landwirtschaft, Freizeit/Erholung und Tierschutz sind keine Gegensätze.

Wir möchten die Lebensqualität aller in dieser Stadt heben und keine notwendigen Entwicklungen blockieren – ganz im Gegenteil. Wir möchten Innovationen anstoßen und gute Ideen vorantreiben – auch wenn sie von anderen Parteien stammen.

Aus unseren Überzeugungen leiten wir vornehmlich folgende Programmpunkte für Neuss ab. Wir werden darüber hinaus stets ein offenes Ohr und ein waches Auge haben für die Belange aller Bürgerinnen und Bürger, die diese schöne Stadt ihr Zuhause nennen:

1. Keine Jagd auf Sumpfbiber, Wildgänse und Damwild im Selikumer Park oder auf dem Kinderbauernhof mehr. Neuss hat ganz andere Probleme als die Sumpfbiber im Stadtgarten, deren Vorfahren alles andere als aus freien Stücken nach Deutschland gekommen sind. Es sind keine „invasiven Arten“ – sie wurden hierhin deportiert, um ihre Körper zu verwerten.

2. Neuss sollte sich besser um die ausufernde „Drogenmeile“ zwischen Rosengarten und „Alte Post“ kümmern. Benutzte und blutverschmierte Spritzen und weiteres Drogenbesteck liegen in den Grünanlagen in der Nähe von Spielplätzen am Wasserturm. Rund um den Rosengarten, im Marienviertel und anderswo wird offen gedealt. Doch Neuss hat keine anderen Sorgen als auf die Sumpfbiber oder die Wildgänse am "Jröne Meerke" schießen zu lassen.

3. Hunde brauchen Auslauf. Wir treten für die Schaffung von Hundewiesen ein. Diese können zusätzlich genutzt werden für die Ausbildung von und das Training mit Hunden. Berührungsängste im Umgang mit Hunden können dort abgebaut werden. Die Rettungshundestaffel Krefeld trainiert ab und an in Neuss. Dies ist kaum bekannt. Wir treten für eine Aufwertung solcher Aktivitäten und Institutionen ein. Neuss kann mehr.

4. Leben mit Tieren im Alter. Wir treten dafür ein, dass Neuss Vorreiter wird für ein zunehmend relevant werdendes Thema: Vereinsamung, Leben mit Tieren, Bestattung von und gemeinsam mit Tieren.

5. Stadttauben werden als Problem wahrgenommen, weil der Kot Gemäuer und Gebäude verunreinigt. Eine zufriedenstellende Lösung ist immer noch nicht gefunden. Wir fordern mehr Respekt gegenüber Tauben und eine tierschutzgerechte Lösung, um eine Überpopulation zu vermeiden. Stadttauben sind ein menschengemachtes Problem.

6. Schluss mit dem illegalen Angeln an der Erft. Das Ordnungsamt Neuss soll eine Abteilung Umwelt- und Tierschutz erhalten, um solchen Verstößen besser begegnen und diese ahnden zu können. Dafür sollen neue Stellen geschaffen werden, um den Anforderungen gerecht zu werden.

7. Keine Sondergenehmigungen für das betäubungslose Schächten von Tieren in Neuss. Das Schlachten von Tieren ist eine Tatsache, die allein viele Menschen schon traurig stimmt. Die Tiere sollen aber wenigstens ausreichend betäubt sein. Dass dies in den großen Schlachthöfen nicht zuverlässig geschieht, ist eine ebenso bekannte wie erschütternde Tatsache. Das betäubungslose Schächten, selbst mit Elektrokurzzeitbetäubung, lehnen wir aus Tierschutzgründen ab. Sondergenehmigung für Religionsgemeinschaften sind nicht weiter zu erteilen. Illegales Schächten im Rhein-Kreis Neuss ist mit geeigneten Maßnahmen zu unterbinden, zu ahnden und strikt zu verfolgen.

8. Erhöhung der Aufwandsentschädigung der Stadt Neuss für das Tierheim Bettikum um 30 %. Auf rund 2500 Quadratmetern Fläche ist Platz für 40 Hunde, 100 Katzen und eine Vielzahl von Kleintieren und manchmal auch "Exoten". Ein Tierheim ist kein Streichelzoo sondern ein Betrieb für die Notversorgung aufgefundener oder abgegebener Tiere, die manchmal Dauergäste bleiben, da sie schwer vermittelbar sind. Die laufenden Kosten des Tierheimes von Löhnen über Futter oder Streu bis hin zur tierärztlichen Versorgung steigen stetig und fordern den Vorstand Jahr für Jahr aufs Neue.

9. Stadtwerke Neuss. Eine grundlegende Neuorientierung und eine deutliche Verbesserung der Servicequalität sind notwendig: die Busfahrer müssen in Sachen Freundlichkeit und Serviceorientierung gegenüber den Kunden nachgeschult werden. Wir fordern eine deutliche Absenkung der Fahrpreise für Kurzstrecken und im Innenstadtbereich. Die Struktur der Abrechnungen der Stadtwerke muss vereinfacht werden: deutlich kürzer, übersichtlicher, einfacher und damit kundengerechter. Austausch des Pressesprechers der Stadtwerke Neuss.

10. Mehr Haushaltsmittel für den Sport in Neuss. Sport und Bewegung sind ein wichtiger Beitrag für die Gesunderhaltung des Menschen, der Sport ist ein wichtiges und verbindendes Element für alle Altersschichten. Neuss braucht eine für die Größe und Einwohnerzahl unserer Stadt angemessene Ausstattung an Sport- und Trainingsflächen. Neuss soll in absehbarer Zeit über ein Stadion verfügen, das an die glorreichen früheren Zeiten des Traditionsvereins VfR 06 Neuss an der Hammer Landstraße anknüpft und allen Neusser Sportvereinen Perspektiven für einen Aufstieg in die höheren Spielklassen eröffnet.

11. Mehr öffentliche Toiletten und Abfallbehälter in Neuss. Es fehlt an öffentlichen Toiletten. Und die allseits bekannte Toilette an der Haltestelle Zolltor ist meistens defekt oder verschlossen. Eine Zumutung insbesondere für Mütter und Väter mit kleinen Kindern und für Senioren und alle, die eine Toilette aufsuchen müssen. Entlang beliebter Spazierwege und an Sitzbänken gibt es kaum noch Müllbehälter. Wir treten dafür ein, dass diese Müllsammelbehälter wieder aufgestellt und regelmäßig zuverlässig geleert werden. Außerdem möchten wir dem Wunsch aus der Bevölkerung nach Kotbeutelspendern für die hygienische Entsorgung von Hundekot und saubere Gemeinden und Parks Rechnung tragen.

12. Mehr Bäume für Neuss. Bäume pflanzen statt immer nur zu fällen. Die Stadt Neuss ist schnell dabei, wenn es darum geht, die Baumbestände auf Neusser Stadtgebiet anzugreifen: im Reuschenberger Wald, im Selikumer Park, am Galgenberg, um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei gehört der Rhein-Kreis Neuss "(...) mit einem Waldflächenanteil von 8,3% zu den waldärmsten Regionen in Deutschland." (Quelle: Rhein-Kreis Neuss, 14.02.2008) Wir möchten die Initiative BAUM (Bäume für den Arten- und Umweltschutz und für den Menschen) ins Leben rufen und mit wiederkehrenden Aktionen und unter Beteiligung der Kultur- und Bildungseinrichtungen und der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zur fortwährenden Aufforstung beitragen. Nur so schaffen wir Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere und leisten damit noch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz (bessere Luftqualität) in unserer Stadt. Es sollen heimische Gehölze gepflanzt werden.

13. Keine zusätzliche Belastung von Anwohnern für die Erneuerung von Straßenbelägen, Straßenbauten oder Straßenbeleuchtung in längst erschlossenen Wohngebieten. Dafür machen wir uns stark!

14. Erhalt der Förderschulen im Rhein-Kreis Neuss. Rückkehr zu einer bunten Schullandschaft, die den Fähigkeiten und Neigungen jedes einzelnen Kindes gerecht wird, statt Inklusion um jeden Preis und "Image-Korrektur" durch neue Namensgebung und Umgestaltung. Die individuelle Förderung des Kindes muss im Vordergrund stehen. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule muss im Bereich der Wertevermittlung noch stärkere Konturen annehmen - die Erziehung zur Verantwortung für Tiere und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sind im Schulgesetz von NRW festgeschrieben. Wir möchten, dass die Stadt Neuss hierzu angemessene Anstrengungen unternimmt und Aktionen, Projekte und Wettbewerbe an den Schulen fördert.

15. Der Hebesteuersatz für die Grundstücke (Grundsteuer B) soll künftig von 495 v.H. auf 380 v.H. und die Gewerbesteuer künftig von 455 v.H. auf 295 v.H. abgesenkt werden. Brachliegende Gewerbeflächen sollen reaktiviert werden: Insbesondere für Jungunternehmen und das Kleingewerbe, aber auch für einen Mix aus verschiedenen Gewerken ergeben sich an solchen Standorten attraktive Synergieeffekte. Für bereits länger in Neuss ansässige und expandierende Firmen oder Unternehmen mit Wachstumspotenzial für die Zukunft sind ausreichende Gewerbeflächen als Ausweichflächen zu erschließen. Neuss ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort und soll es auch bleiben.

1/20
 
 
 
 

Aktuelles & Termine

Derzeit keine Ankündigungen.

Besuchen Sie unsere Seite in Facebook.